⚠️ Vorsicht bei Spaziergängen im Frühjahr und Sommer!
Der Eichenprozessionsspinner ist die Raupe eines Nachtfalters. Von Mai bis Juli treten die Raupen besonders häufig auf. Sie leben vor allem an Eichen und bilden auffällige Gespinste an Stämmen und Ästen.
Die Raupen besitzen winzige Brennhaare mit einem Nesselgift. Diese Haare können durch Wind verbreitet werden und stellen auch dann noch eine Gefahr dar, wenn die Raupen nicht mehr sichtbar sind.
Warum sind Haustiere gefährdet?
Hunde und Katzen kommen beim Schnüffeln, Spielen oder Erkunden leicht mit den Brennhaaren in Kontakt.
Besonders Hunde sind gefährdet, da sie Raupen oder befallene Bereiche mit Nase und Maul untersuchen.
Mögliche Symptome bei Ihrem Tier
Maul und Zunge
- Starkes Speicheln
- Schwellungen von Lippen und Zunge
- Schmerzen beim Fressen
- Entzündungen im Maul
- Gewebeschäden an der Zunge
Augen
- Rötungen
- Tränenfluss
- Schwellungen
- Schmerzhaftes Zusammenkneifen der Augen
Haut
- Juckreiz
- Rötungen
- Quaddeln
- Schwellungen
Atemwege
- Husten
- Niesen
- Atembeschwerden
❤️ Allgemeinbefinden
- Unruhe
- Mattigkeit
- Erbrechen
- Kreislaufprobleme
Sofort handeln!
Wenn Sie einen Kontakt vermuten:
✔ Tier sofort aus dem betroffenen Bereich entfernen
✔ Fell und betroffene Hautpartien vorsichtig mit Wasser abspülen
✔ Eigene Haut schützen (Handschuhe tragen)
✔ Tier möglichst ruhig halten
✔ Umgehend tierärztlichen Rat einholen
Bitte vermeiden:
✘ Raupen oder Nester anfassen
✘ Augen oder Haut stark reiben
✘ Hausmittel oder Medikamente ohne Rücksprache anwenden
Wann ist es ein Notfall?
Suchen Sie sofort tierärztliche Hilfe auf bei:
– Atemnot
– Stark geschwollener Zunge
– Ausgeprägtem Speicheln
– Kreislaufschwäche
– Kollaps oder Bewusstseinsstörungen
– Verdacht auf Aufnahme von Raupen
So schützen Sie Ihr Tier
- Hunde in bekannten Befallsgebieten anleinen.
- Abstand zu Eichen mit Gespinsten halten.
- Tiere nicht an Raupen oder Nestern schnüffeln lassen.
- Warnschilder und Absperrungen beachten.
- Nach Spaziergängen Fell und Pfoten kontrollieren.
Woran erkennt man einen Befall?
- Weiß-graue Gespinste an Eichenstämmen oder Ästen
- Raupen in langen Reihen („Prozessionen“)
- Kahl gefressene Äste und Blätter
Achtung: Auch alte Nester können noch über Monate bis Jahre Brennhaare enthalten.
Früh erkannt – schnell behandelt!
Bei Verdacht auf Kontakt mit dem Eichenprozessionsspinner kontaktieren Sie uns bitte umgehend.
Im Notfall sind wir für Sie da

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Ihr Team der Kleintierpraxis Dr. Nina Kleinschmidt